Gesichtsfeld, Optik und Optiker

Das Gesichtsfeld

Es ist die Grösse des durch das Instrument erfassbaren Sehfeldes, das durch die Okularkonstruktion und duch die Gesichtsfeldblende betimmt wird. Wir unterscheiden das objektive und das subjektive Gesichtsfeld (in Grad oder m).

Das subjektive Gesichtsfeld ist jenes, wie es sich dem Betrachter dargebotene, durch den Feldstecher vergrösserte Gesichtsfeld.
Ein Okular kann ( nach DIN ) als Weitwinkel gelten, wenn das subjektive Gesichtsfeld mindestens 60 Grad beträgt. Mit zunehmender Vergrösserung wird das objektive Gesichtsfeld kleiner, weil das subjektive gleich gross gehalten wird. Wollte man in solch einem Fall das subjektive Gesichtsfeld vergrössern, würde das Fernglas wesentlich grösser, schwerer und teurer.
In den Werbeargumenten wird mit dem Begriff des Gesichtsfeldes allerhand Missbrauch getrieben, zumal dort Weit - und Superweitwinkel angepriesen werden ohne jedoch die entsprechenden Kriterien zu erfüllen. Schliesslich ist nicht der nominelle Beobachtungswinkel, also die theoretisch durch das Glas überschaubare Fläche entscheidend, sondern vielmehr die Bildqualität, die über die gesamte Fläche des Gesichtsfeldes - die ohne gravierende Einschränkungen in der Abbildungsgüte hinnehmen zu müssen - bis zum Rand hin nutzbar ist. Natürlich bedarf es dazu einer gewissen Beobachtungsgabe sowie einigen zur Prüfung geeigneten Testobjekten , wie z.B. dem Foucaulfschen Strichmarkentest.
Die Qualität der Justierung können wir durch Übervergrösserung mit Hilfe eines Zusatzfeldstechers bester Güte feststellen.
Hierbei wird das zu prüfende Glas vor den Kontrollfeldstecher gehalten, mit der Wirkung, daß 8 x 8 immerhin eine 64-fache Vergrösserung zur Verfügung steht. Wir sollten immer nur das brauchbare, d.h. das voll auskorrigierte Gesichtsfeld unter den verschiedenen Typen vergleichen. Dies ist jeweils von der Objektiv - und Okular Korrektion abhängig.